Indikation von T & T

Angezeigt ist diese effektive Möglichkeit immer dann, wenn die Therapie schwerfällig oder erfolglos zu werden droht, denn sie bringt die Patienten, die sich ihrem Symptom gegenüber ja meist als wehrloses Opfer erleben, in eine aktive Position – und damit zurück in die Gestaltbarkeit ihres Lebens. Entscheidend ist immer eine gute Vorbereitung, d.h. dass wir jede Inszenierung sauber plausibilisieren, und, genauso wichtig: dass jede Weigerung der Pat. als therapeutischer Fortschritt im Sinne von Autonomie und Selbstschutz gewürdigt wird.
Dieser Punkt kann gar nicht oft genug betont werden: denn anfänglich fühlen sich Pat. Oft ironisch behandelt, wenn sie für eine Weigerung belohnt werden; sind viele doch lebenslang gewohnt, sich unterzuordnen und es allen recht zu machen.

  1. Angst u. Panikstörungen

  2. Depression

  3. Trauma

  4. Konflikte

Diese Methode hat gleich mehrere Vorteile, so dass die Psychotherapie elegant weiter läuft, egal wie die Patienten reagieren. (Schachspielstruktur)  Denn:

  • es wird nichts übergestülpt („machen Sie so und so….!“)
  • die Szene kann nur imaginiert und/oder real gespielt werden
  • doppel-Stuhl-Technik aus der Gestalttherapie gut integrierbar
  • Beantwortung ist nur bei innerer Beschäftigung und Vorstellung möglich
  • systemische Probleme antizipierbar („…Chef würde mir kündigen…“)
  • Erhöhung der Wahlfreiheit für Klient/innen als Grundprinzip
  • bisher undenkbares wird jetzt gedacht
  • die Frage ist in der nächsten h wiederholbar, v.a. von vergesslichen Therapeuten
  • und auch als Hausaufgabe sehr gut einzusetzen
  • man kann sich gut auf Ausweichantworten („… das würde ich nie machen…“) vorbereiten, z.B.: „Sollen Sie ja auch nicht! – Sie sollen gar nichts. Ich bin nur neugierig zu wissen, wie Ihr Gegenüber auf Sie reagieren würde, wenn Sie….; dadurch lerne ich Ihren GÜ besser kennen; denn er ist ja nicht selber hier. Da brauche ich einfach Ihre Hilfe“