Mögliche Settings

Mögliche Settings für den therapeutischen Einsatz
von T & T

Diese Settings sind möglich und haben sich in der Vergangenheit bewährt:

  1. Im Rahmen einer Gruppentherapie: das ist vor allem für Kliniken die Lösung der 1. Wahl. Man hat die Leute sowieso zusammen und kann jederzeit bequem loslegen, einfach von den Schilderungen der Klienten ausgehend. Dies gilt natürlich genauso auch für Gruppen im ambulanten Setting.
  1. Sondergruppen: Für Praxen, die Einzeltherapie anbieten, haben sich Sondergruppen bewährt, wo man die Pat. 1 x pro Monat oder 1 x pro Quartal zu einer Halbtagesgruppe zusammenfasst. In 80% der Fälle werden diese Gruppen nach anfänglichem Zögern dann doch gerne angenommen. Oft wird sogar um höhere Frequenz nachgefragt. 

Wichtig ist hier, die Zeit für jeden Teilnehmer gut einzuteilen, den Ablauf klar zu strukturieren und gruppendynamische Prozesse zu vermeiden.

  1. Für Klienten, die nicht gruppenwillig oder –fähig sind oder sich zumindest so erleben, gibt es dann noch die Möglichkeit, vertrauenswürdige Bekannte (möglichst niemand aus der Familie) in das Setting einzubeziehen. Ganz nebenbei wird dadurch noch ein weiteres Ziel erreicht: Therapeutische Prozesse werden so automatisch in das soziale Umfeld implementiert. Fällt den Patienten dafür niemand ein, könnte daraus eine therapeutische Aufgabe formuliert werden: Nämlich sich ein gutes soziales Netz aufzubauen. Wann soll das besser gehen, als während der therapeutischen Begleitung? Notwendig ist es ohnehin.

  2. Weniger Angst als in einer „regulären Gruppe“ wird ausgelöst, wenn man nur 2 oder 3 Klienten für ein „Mini-Setting“ einlädt. Hier kann dann leichter und schneller Vertrauen aufgebaut werden. In diesem Fall ist es für uns Therapierende leichter, wenn wir schon vorher die geplante Darstellung skizziert haben. Dann kann ohne viel Vorreden oder angstvolles Schweigen gleich begonnen werden. Übergangsmäßig können auch Praktikant/innen oder Psychologen in Ausbildung eingesetzt werden, falls alle bisherigen Punkte nicht in Frage kommen. Und schließlich beinhalten viele Darstellungsvarianten auch die Möglichkeit, als Regie führender Therapeut zusätzlich selber einmal für ein paar Minuten in die Schauspielerrolle zu schlüpfen.